11.03.2015 | Leidenschaft ist das beste Werkzeug

„Leidenschaft ist das beste Werkzeug!“

Große Ehre: Anlässlich der Internationalen Handwerksmesse 2015 in München wurde Friedhelm Hinsenhofen als Handwerksunternehmer aus dem Kammerbezirk Hannover zur Podiumsdiskussion mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer, Grünen-Politikerin Kerstin Andreae und Bayerns Staatsministerin Ilse Aigner eingeladen. Mindestlohn, Erbschaftssteuer, Nachwuchssorgen standen im Fokus.ihm muenchen1

Hinsenhofen wurde nicht nur wegen seiner Leidenschaft zum Unternehmertum im Handwerk eingeladen, sondern gerade wegen seinem Bewusstsein für die gesellschaftliche Verantwortung von Handwerks-unternehmen in Deutschland. LR Facility Services ist bekannt für stets innovative Konzepte und wurde schon mehrfach mit Preisen in den Bereichen Soziales Engagement und Umwelt ausgezeichnet.

Als Einstieg in die Talkrunde wurde Friedhelm Hinsenhofen von der Moderatorin Astrid Frohloff zum seit bereits über 10 Jahren bestehenden Hilfsprojekt Sri Lanka interviewt. Das Projekt wurde nach dem Tsunami im Jahr 2004 durch Familie Hinsenhofen ins Leben gerufen. Speziell die Auszubildenden des Unternehmens unterstützen dieses Projekt tatkräftig und machten es somit erfolgreich.

„Wir bekommen immer wieder bestätigt, dass das, was wir tun, richtig ist. Wir erfahren dafür viel positive Unterstützung und Wertschätzung. Doch ohne die Hilfe unserer Mitarbeiter und die großzügigen Spenden, könnten wir in Sri Lanka nicht erfolgreich sein.“ Berichtete Hinsenhofen.

„Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Handeln, basierend auf den vier Säulen Ökologie, Ökonomie, Soziales, aber vor Allem Sinnhaftigkeit, Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung jedes Unternehmens ist“.

Für LR Facility Services ist soziale Verantwortung eine wichtige Leitlinie unternehmerischen Handelns – dies gilt sowohl bei strategischen Überlegungen als auch im Tagesgeschäft. Dienstleistungen sind personalgebunden und die Gebäudereinigung ist stark von qualifizierten und motivierten Fachkräften abhängig. Die Mitarbeiter sind die Motoren für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Ebenso beschäftigt LR Facility Services eine große Zahl von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund. Zur Verbesserung der Integration werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, wie etwa das bereits 2002 vom Bundespräsidenten Rau ausgezeichnete Sprachtrainingsprogramm.ihm muenchen2

Bei der Podiumsdiskussion betonte Wollseifer zum Thema Ausbildung, dass sich das Handwerk um alle Schüler kümmere - egal wie gut Ihre Qualifikation sei. Auch Gabriel unterstütze die "Duale Ausbildung" und lobte die unterschiedlichen Initiativen des Handwerks, um dem Nachwuchsmangel entgegen zu wirken. Auch die Initiative des Handwerks für die Flüchtlingsausbildung fand großen Anklang.

Gabriel und Aigner waren sich einig, dass man nicht unbedingt Abitur oder ein Studium bräuchte, um beruflich etwas zu erreichen. Im Gegenteil: Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung verfolgten, könnten in einigen Fällen ein besseres wirtschaftliches Leben erreichen als mit einer akademischen Ausbildung.

Das Mindestlohngesetz sorgte für Diskussionen. „Die Betriebe dürfen nicht überbordend belastet werden - insbesondere was die Dokumentationspflicht anbelangt“, bezog ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer klar Stellung. Viele Betriebe würden seit Januar deutlich mehr Stunden mit der Umsetzung der Dokumentations-pflichten verbringen. Zeit, die an sinnvolleren Stellen fehlen würde. Weiterhin stellte Wollseifer klar, dass es nicht das Ziel eines solchen Gesetzes sein kann, dass alle Handwerker unter Generalverdacht gestellt werden können.

Unternehmer Friedhelm Hinsenhofen meinte in dem Zusammenhang zu Gabriel gewandt: „Sie haben aus unserer Personalabteilung eine Papierfabrik gemacht!“